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Monatsspruch Juli 2019:

Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. (Jakobus 1,19) Berliner Schnauze mit Herz ist wohl das erste, was einem einfällt, wenn man über das Reden in Berlin nachdenkt. Der Berliner Dialekt ist eigentlich ein Metrolekt, also eine Großstadt-Mundart, die sich speziell in Berlin aus diversen Einflüssen entwickelt hat: Niederdeutsch, Flämisch, Jiddisch, Französisch – um nur einige zu nennen. Berlinerisch erfreut sich zunehmender Beliebtheit und wird oft mit hoher Geschwindigkeit gesprochen. Entweder man liebt oder man hasst es, sagen manche. Um 1900 dichtete Walter Mehring bereits: „Mode is et heute, det die meisten Leute schimpfen uff det ‚Babale an der Spree‘. Dieset Wutjekeife, det ich nich bejreife, duht mir in de tiefste Seele weh. Hat ooch seine Reize – wat ick ohne Neid seh – München, Frangfurt, ‚Dräsen‘ und Polzin: det wat wirklich klassig, wat patent un rassig, Mensch! det jiebt et doch bloß in Berlin!“ Schnell reden können viele. Und der Jähzorn scheint sich immer mehr auszubreiten, nicht nur in Berlin. Eifriges, intensives vollkommen zugewandtes Zuhören ist eine Kunst, die immer seltener angetroffen wird. Rechtes Hören wird eingeübt, wenn wir auf die Stimme Gottes achten. Der Glaube eröffnet neue Dimensionen der „Hörfähigkeit“ jenseits unserer Hörorgane.


Johannes Weider