Gedanken zum Monatsspruch Mai 2026:
In einem Vortrag hörte ich, dass man die Seele mittlerweile im limbischen System des Gehirns
verorten kann. Dort soll sie quasi auf „drei Etagen“ leben. Bereits im Mutterleib beginnt die Seele
sich dort zu bilden und entwickelt sich besonders in den ersten Lebensjahren. Nun hat diese Seele
im Wort Gottes einen Anker namens „Hoffnung“. Hoffnung lässt sich noch schwerer einfangen oder
lokalisieren als die menschliche Seele. Aber hey, Du merkst schnell, ob ein Mensch Hoffnung hat
oder nicht. Menschen ohne Hoffnung sind nur schwer lebensfähig. Menschen mit Hoffnung strahlen
in ihre Umgebung. Sie geben eine Freude weiter, die fast nie zu ihren Umständen passt. In den
Disney-Filmen „alles steht Kopf“ ist es die Liebe, die immer und überall anderen Mut machen
kann, obwohl es ihr selbst oft schlecht geht. Die Hoffnung in solchen Menschen überbrückt
Schwierigkeiten. Sie sehen hinter den Problemen eine vitale Zukunft, auch wenn sie noch nicht dort
sind. Die Zeichenfigur Popey hat als Tatoo einen Anker auf seinem Bizeps. Mit Spinat wächst der
Anker ins Grenzenlose. Popey wird stark wie Vier! Er weiß: mit Spinat werde ich stark und kann
alle Probleme lösen. Das ist Hoffnung. So hat Popey Hoffnung, während er ohne Spinat in
auswegloser Situation sitzt. Haben Sie Hoffnung? Worauf? Der Hebräerbrief gründet alle Hoffnung
auf Jesus Christus: „Viele Male und auf vielfältige Weise hat Gott einst durch die Propheten zu
unseren Vorvätern gesprochen. Jetzt, am Ende dieser Zeit, hat er durch seinen Sohn zu uns
gesprochen. Ihn hat er zum Erben von allem eingesetzt (1,1-2).“ Christen aus Berlin stehen seit
2009 wöchentlich in der Klinkastraße vor der Nordkoreanischen Botschaft. Sie protestieren gegen
„Konzentrationslager“, die dort im Land seit dem Koreakrieg Inhaftierte brutal behandeln. Viele
davon sind Christen. Geändert hat sich in all den Jahren nichts, soweit mir bekannt ist. Aber hey,
was für eine Hoffnung, dass Gott am längeren Hebel sitzt. Ich wünsche Ihnen solche Hoffnung!
Armin Bräuning
